Der neu entwickelte Verbundkunststoff leitet Strom wie ein Metall, ist aber leicht wie Kunststoff.
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung IFAM in Bremen hat ein Metall-Kunststoff-Hybrid entwickelt, das die Vorteile beider Materialien in sich vereint und mit relativ geringen Kosten als Granulat oder Halbzeug produzierbar ist. Damit reduzieren sich die Herstellungskosten von vielen Bauteilen in der Automobil- und Flugzeugindustrie drastisch.
Bisher war diese Leitfähigkeit nur durch das aufwändige Verfahren zu bewerkstelligen, Metallbleche auszustanzen und zu formen, um sie dann in ein Kunststoffbauteil zu integrieren.
Jetzt wird bei diesem Verfahren die Materialien zu einem Stoff zusammengemischt, wodurch ein homogenes und engmaschiges elektrisch leitendes Netzwerk entsteht.
Der neue Werkstoff zeichnet sich durch gute chemische Beständigkeit, geringes Gewicht, elektrische Leitfähigkeit und dem Wärmeleitvermögen von Metallen aus.
Archiv für die Kategorie ‘News’
Antimikrobieller Kunststoff
Verfasst von errgee am 26. Oktober 2008
BASF in Ludwigshafen hat einen Kunststoff entwickelt,der Mikroben abtötet. Der Werkstoff heißt Luran® S BX 13042 und ist das zur Zeit einzige ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Polymer) mit einer antimikrobieller (bakterienfreier) Oberfläche.
Der Kunststoff enthält Silberverbindungen, die für die keimtötende Oberflächenwirkung verantwortlich sind. Als Einsatzgebiete für Kunststoff bieten sich Handtrockner, Seifenspender, Nasszellen in öffentlich oder betrieblich genutzten Sanitärbereichen, Krankenhauseinrichtungsgegenstände, Behandlungsstühle oder Computertastaturen in Betrieben oder öffentlichen Büros.
www.basf.com
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Neue Richtlinie in der Kunststoffindustrie
Verfasst von errgee am 12. Juli 2008
Im März 2007 wurde eine neue Richtlinie für Gegenstände aus Kunststoff, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, erlassen. Die Richtlinie 2007/19/EG löst die alte 2002/72/EG ab. Alle diese Materialien und Gegenstände aus Kunststoff müssen ab dem 1.4.2009 ohne Verwendung von Weichmachern auf Phalatbasis produziert werden. Diese Richtlinie beinhaltet auch eine umfassende Konformitätserklärung für Materialien oder Gegenstände aus Kunststoff für den Lebensmittelkontakt. Dies gilt für alle Erzeugnisse, die auf der Produktionsstufe mit Lebensmitteln in Kontakt kommen können. In der Produktion müssen zum Beispiel die Schläuche, Dichtungen und Armaturen der neuen Richtlinie entsprechen. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Konformitätserklärung aus allen Stufen (nicht aus dem Einzelhandel) lückenlos vorliegen muss, um gewährleisten zu können, dass keine Stoffe auf die Lebensmittel übergegangen sind. In der Schlauchindustrie wurden deshalb mehrschichtige PE-Schläuche entwickelt, die ohne Weichmacher flexibel bleiben. Auch die Verpackungsindustrie arbeitet an intelligenten Verpackungen für Lebensmittel.
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Kunststoffproduktion weiter im Aufwind
Verfasst von errgee am 22. Mai 2008
20.05.2008
2007 produzierten die deutschen Kunststoffhersteller nach eigenen Angaben 20,8 Millionen Tonnen Kunststoff. Das ist eine neue Rekordmenge und bedeutet 2,8 Prozent Zuwachs. Das erzeugte einen Umsatz von 23,3 Milliarden Euro (+ 7,4 %). Diese Zahlen legte der Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e.V., Dr. Günter Hilken bei der Pressekonferenz des Verbandes in Düsseldorf heraus. Man sei überzeugt, daß dieser Trend noch weiter anhalten würde.
Kunststoff ist der Werkstoff der Ressourceneffizienz, denn so viel Leistung in allen Anwendungsbereichen mit so wenig Material ist einzigartig. Auch auf dem Gebiet Energieeffizienz ist Kunststoff führend.
Der Zuzwachs erfolgte sowohl im Inland (8,5 Mio Tonnen/+ 5,3 %) als im Export (13,2 Mio Tonnen/+4,9 %).
Probleme bereiten die sehr stark gestiegenen Rohstoffpreise (Rohöl 2007: + 11 %), denen nur gering gestiegene Kunststoffpreise gegenüberstehen (3,5 %) was auf Kosten des Gewinns ging.
Erzeugern, Verarbeitern und Maschinenbau im Kunststoff beschäftigen direkt etwa 380.000 Arbeitsplätze mit einem Umsatz von über 80 Milliarden Euro.
Plastics Europe Deutschland e.V., Frankfurt/Main
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